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Liebe Interessenten der Familie, auf diesen Seiten habe ich einige Informationen zur Familie Strickling zusammengetragen.

Der Ursprung der Familie Strickling:

Unsere Familie scheint aus Haltern am See zu stammen, wo ich und meine Familie auch heute noch leben. Deutsche Telefonlisten (D-Info) enthalten ca. 130 Einträge mit "Strickling", von denen die größte Gruppe sich in Haltern am See befindet. Es scheint somit der Ursprung unserer Familie tatsächlich in Haltern am See zu liegen. Eine Karte der Verteilung gibt es bei Verwandt.de. Viele Stricklinger, u. a. in Berlin, Coesfeld und Selm-Bork gehen nachweislich auf Vorfahren in Haltern zurück.
Es gibt auch in den USA eine größere Gruppe von Stricklings, die sich offenbar auf verschiedene Einwanderer stützen. Aus diesem Grunde habe ich einige der hier verfügbaren Dokumente zweisprachig verfasst. Bei Genealogy.net gibt es eine Liste der Auswanderer 1800-1850 zum Download. In dieser Liste sind allerdings keine Personen Namens Strickling verzeichnet.

Unser Name wird schon in den ältesten Bürgerlisten Haltern am See  erwähnt (die Willkommschatzungen von 1498 und 1499),
Dort wird 1489 Johann Strykelinck mit drei Personen  und 1499 Johann Strickelinck, auch mit drei Personen erwähnt.
Die Türkensteuerliste von 1574 in Recklinghausen listet zwei Familien Strickling in Recklinghausen auf (Heinrich Stricklinck et uxor, Heinrich Stricklinck et uxor cum matre 1 ort)
Die Bürgerlisten der Stadt Haltern liefern für das Jahr 1593 vier Familien Namens Strickling.

Eine wesentliche Hilfe für Familienforscher in Haltern sind die Abschriften der Kirchenbücher aus Haltern und Hullern von  M. Heilken, die 2009 vom Heimatverein Haltern herausgegeben wurden, aber mittlerweile leider schon vergriffen sind. Immerhin befindet sich ein Exemplar dieses hervorragenden dreibändigen Werkes in der Stadtbücherei Haltern zur Einsichtnahme. Unglücklicherweise ist das Register der Druckausgabe für die Sippen Strickling und Schulte unvollständig. Eine korrigierte Fassung können Sie hier herunterladen für die Familien Schulte und Strickling.
Die kompletten Daten der Sippe Strickling in Haltern finden sie am besten über das Strickling-Verzeichnis.
Ein spezielles Problem in Haltern am See ist, dass die Kirchenbücher aus der Zeit von 1684 bis 1741 schon seit ca 200 Jahren verschollen sind (Kirchenbuchlücke). Bemühungen, diese Lücke mit Hilfe anderer Informationen und Verzeichnisse (Kirchenbankverzeichnisse, Kommunikantenverzeichnisse, weltliche Einwohnerlisten und Urkunden, Status Animarum) zu füllen sind leider nicht von Erfolg gekrönt. 

Bodo Stratmann veröffentlichte neben umfassenden genealogischen Informationen speziell Daten aus dem Vest Recklinghausen.
Zu Haltern am See, der Altstadt Haltern  und Hullern hat er einige genealogische Daten zusammengetragen und auf Gen-Wiki veröffentlicht. Unter Haltern am See sind auch die Batchnummern für die Suche in den Mormonen-Verzeichnissen notiert.

Meine "Strickling" Vorfahren leben wenigstens seit 1748 (Geburt von Joan Adolph Strickling, Sohn von Adolphus Strickling) in Haltern am See.
Die Großmutter von Joan Adolph Strickling (geb. 1826 in Haltern am See) war ebenfalls eine geborene Strickling, Anna Marg. Strickling.

Harry Strickling aus den USA, der recht viel über unsere Familiengeschichte geforscht hat, hat einige seiner Vorfahren in Haltern am See ausgemacht. Er hat mir einen Nachkommenbaum von Christoph Strickling, seines ältesten sicher nachvollziehbaren Vorfahren, zugesendet. Seine Unterlagen waren im wesentlichen die Mikrofilmkopien der Mormonen, speziell die  der Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunden aus Haltern am See aus den Jahren 1635 - 1875. Die in jenen frühen Jahren hauptsächlich vorkommenden Namen waren übrigens Rotgerus und Conradi Stricklinck. 
Harry konnte seine Vorfahren bis Christoph Strickling, geb. 1741 in Haltern am See, zurückverfolgen.

Ludwig Sophia Strickling aus Selm-Bork meinte, dass die "Stryckelynk" ein alter germanischer Stamm waren, der 15 v. Chr schon mit den Römern kooperiert und einen Vertrag mit den ihnen geschlossen hatte. Inwieweit diese These historisch sicher nachzuweisen ist, kann ich leider nicht beurteilen, denn seine Aufzeichnungen sind nicht mehr erhalten. Ich schätze die Quellenlage jedoch skeptisch als wenig zuverlässig ein. Nach Ludwig Sophia Strickling gab es im Jahre 1522 in Recklinghausen einen Ratsherr namens Rutgerus Strykellynck.

Zur Bedeutung des Namens

Meine Großmutter hat mir erählt, dass der Name auf die Produktion von Stricken für die Lippeschiffahrt zurückgeht. Früher wurden die Schiffe mit langen Seilen von Pferden entlang der Flussfer gezogen (getreidelt), und der Name geht auf die Herstellung dieser Seile zurück. Die heutige Kirchgasse in Haltern soll früher angeblich "Seilschlägers Bähnchen" geheißen haben. Leider habe ich für diese Aussage keine weiteren Belege. Plausibel ist es aber, denn die Kirchgasse liegt nahe der ehemaligen südlichen Stadtmauer von Haltern, entlang derer bis 1569 das Lippeufer lag. Heute liegt die Lippe ein Stück weiter südlich.

Das Familienwappen

Sie können hier z. B. unser Familienwappen herunterladen (110 kB). Dieses Gemälde von Hein Nass ist 1965 nach einer Zeichnung aus dem Wallraf-Richartz-Museum in Köln angefertigt worden, nachdem eine meiner Großtanten das Wappen dort "entdeckt" hatte.  Da die Zeichnung  aber nicht ganz den heraldischen Regeln entspricht, wurde die Vorlage für das Gemäldeentsprechend überarbeitet. Sie können die Zeichnung aus dem Museum hier herunterladen (66 kb).

Der Text unter dem Wappen lautet:

Die Familie Strickling wurde im Jahre 1379 unter Kaiser Wenceslaus von 9 Männern gegründet und
das Wappen unter Kaiser Friedrich III 1495 gegeben.
Dasselbe befindet sich im Kaiserlich Römischen Wappenbuch beim Hofgravier N. Pohl in Cöln

Kaiser Wenceslaus ist Wenzel, König von Deutschland (1378-1400) und Böhmen (als Wenzel IV, 1378 - 1419), Sohn von Karl IV. Er lebte von 1361 bis 1419.

Das erwähnte "Kaiserlich Römische Wappenbuch" existiert aber wohl nicht. Auch konnte bisher niemand von uns das Wappen in einer anerkannten Wappensammlung identifizieren, so dass man davon ausgehen muss, dass das Wappen einer der in früheren Zeiten (v. a. zwischen 1806 und 1935) sehr populären und zahlreich existierenden Wappenfälschungen zuzuordnen ist. Solche Wappenfälschungen wurden seinerzeit vor allem von Jahrmarkshändlern vertrieben. Sie sind weder bei heraldischen Verbänden ordnungsgemäß registriert, noch genügen sie den gestalterischen Ansprüchen der Verbände. Vermutlich stammt das obige Exemplar aus dem Wallraf-Richartz-Museum in Köln einer solchen Sammlung von Fälschungen. Deswegen halte ich den Inhalt des Textes auch für historisch falsch.  
Von Herrn Bodo Stratmann hatte ich folgende Mail zu diesem Thema erhalten: Dieser "Hofgrawör" Pohl in Köln, Schildergasse, war ein Wappenschwindler (Auskunft des Deutschen Herold, Berlin von 1986). Sein Sohn betätigte sich auf verschiedenen Jahrmärkten, so u.a. in Kiel, mit eben solchen Produkten (um 1860). Kann man in etwa vergleichen mit heutigen Kirmesprodukten: "wanted ...."  Nach Auskunft des Herolds in Berlin gab es ein solches Buch "Kaiserlich - Römischen- Wappenbuches" nicht. Es war Erfindungs-Produkt des "Hofgraveurs" Pohl.

Nichtsdestweniger gefällt mir das Gemälde, und wenn man es mit dem Bewußstein verwendet, kein "echtes" Wappen zu haben, kann trotzdem man seine Freude daran haben.

Da etliche andere Kopien des Wappens mit unterschiedlichen Texten im Umlauf sein sollen, ist auch der Text wohl als historisch unzuverlässig einzustufen. Nach eigenen unveröffentlichen Recherchen hat Ludwig Sophia Strickling aus Selm-Bork († 2006) eine neue Version unseres Wappens entworfen. Nach Ludwig Sophia sind auf dem Wappen in der oberen Hälfte ein Wolf, in der unteren ein zweigeschweiftes Pferd, die beide das christliche Kreuz tragen, abgebildet. Das Kreuz soll aus alten germanischen Kreuzen abgeleitet worden sein und  später "christianisiert" worden sein. Unter dem Pferd soll als Fluss die Lippe abgebildet sein, von wo die "Ur"-Stricklinger herstammen sollen.


Weitere Details und "Infoschnipsel" zur Familiengeschichte

Im Buch "Haltern, Beiträge zur Stadtgeschichte" wird erwähnt, dass die Jesuitenmissionsstation auf dem Halterner Annaberg auf das Engagement eines Adolf Strickling zurückgeht:
Im Jahre 1717 hinterließ der Halterner Bürger Adolf Strickling seinem Sohn Johann, Magister im Jesuitenorden, sein Haus in Haltern und ein Kapital von 3000 Reichstalern zur Errichtung einer Mission in Haltern. Der Sohn konnte nach einem Zusatz zu seinem Testament vom Jahre 1727 das Stiftungskapital noch verbessern. So entstand die Missio Mariana in Haltern.
Die Missionsstation bestand bis ca. 1790. Bei dem "Halterner Bürger Adolf Strickling" könnte es sich um Joes Adolphus Strickling, gt 20.1.1673 gehandelt haben.
Wenn Sie weitere Informationen zur Familiengeschichte haben sollten, senden Sie mir doch bitte eine Email:
Emailadresse

Eine weitere Quelle genealogischer Daten  und Informationen ist die Westfälische Gesellschaft für Genealogie und Familienforschung.

Zur Geschichte der Stricklings in den USA bitte auf meine englische Webseite gehen!

Weitere "Strickling"-Genealogie Informationen unter: http://resources.rootsweb.com/~clusters/surnames/s/t/STRICKLING/


© Dr. Wolfgang Strickling, Drususstr. 15, 45721 Haltern am See. Tel: (0 23 64) 16 76 91

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Das letzte Update dieser Seite ist vom 04.10.2009
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