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Zahnarztpraxis
DR. MED. DENT. WOLFGANG STRICKLING
Welche Füllungsmaterialien gibt
es?
Mittlerweile gibt es auf dem
Markt eine Vielzahl von Füllungsmaterialien, um ein Loch im Zahn zu
schließen. Man kann entweder sogenannten plastischen
Füllungsmaterialien verwenden; sie werden direkt in den Zahn
eingebracht. Auf der anderen Seite stehen uns die Inlays
(Einlagefüllungen) aus Gold oder Keramik zur Verfügung.
Letzere sind wegen der aufwendigen Verarbeitung und der umfangreichen
Behandlungsmaßnahmen zwar teuer, aber hinsichtlich der Haltbarkeit den
plastischen Füllungsmaterialien deutlich überlegen. Mit Materialien aus
Keramik lässt sich ein Zahn sogar fast unsichtbar wieder herstellen.
Die Materialien
sind im einzelnen:
-
Composites
(Kunststoffe)
Der Vorteil der Kunststoffe ist, dass sie weiß,
also zahnfarben sind, kein Quecksilber oder andere Metalle enthalten
und dass man mit ihnen auch sehr kleine Löcher sehr
zahnsubstanzschonend füllen kann. Wenn der Zahn also der erste Mal
gefüllt werden muss, ist ein Composit oft das Material der ersten Wahl. Mit Hilfe der modernen Mehrschicht-Adhäsivtechnik lassen
sich Kunststofffüllungen absolut dicht herstellen, so dass sie heute eine
gute Alternative zu den metallischen Amalgamfüllungen sind.
Ein Nachteil aller Composites ist die Schrumpfung
beim Aushärten, die Randspalten verursachen kann und damit neue Karies
begünstigt. Man versucht das durch die Mehrschicht-Adhäsivtechnik
auszugleichen, so dass die Haltbarkeit solcher Füllungen
mittlerweile vergleichbar mit der von Amalgamfüllungen ist. Allerdings
werden die höheren Kosten dieser Füllungen von den gesetzlichen Kassen nur in seltenen
Ausnahmefällen übernommen, und zwar bei einer nachgewiesenen Quecksilberallergie
oder einer schweren Nierenfunktionsstörung.
Zur Gruppe der Composites zählen auch die sogenannte "Flüssigen Keramiken", Keramikfüllungen, Ormocere,
Nanokunststoffe oder ähnlich phantasievoll bezeichnnete Materialien.
- Amalgam
Ein zwar
altbewährtes, aber wegen des Quecksilbergehaltes von etwa 50% nicht
unumstrittenes Füllungsmaterial, das immer mehr von den Kunststoffen
verdrängt wird. Es ist metallisch und sieht deshalb auch nicht schön
aus. Mehr zum Thema Amalgam
auf meiner Spezialseite.
Vorteil ist seine sehr gute Haltbarkeit und die geringen Kosten.
-
Glasionomerzemente,
Compomere u. ä.
Sie sind einfach zu verarbeiten und daher wie Amalgam
recht kostengünstig. Wenn die Füllung sehr klein ist, ist die
Haltbarkeit akzeptabel. Bei größeren Füllungen lässt ihre Haltbarkeit und Randdichtigkeit aber sehr zu wünschen über.
Stein- und Silikatzemente sind veraltet und auf Grund der
starken Gefährdung des Zahnmarkes durch Säureabgabe fast vom Markt
verschwunden.
-
Goldinlays
Die bewährteste und bei guter Mundhygiene am längsten haltbarste
Versorgungsform.
Nachteile: Hohe Kosten von einigen hundert
Euro pro Zahn (bei geringem
Kassenzuschuss). Außerdem sind sie nicht zahnfarben.
-
Keramik-Inlays
Vorteile: Zahnfarben und gute Haltbarkeit.
Nachteile:
-
sie sind wegen
aufwändiger Herstellung und Verarbeitung noch teurer als Goldinlays und
-
sie müssen mit
Kunststoffen eingesetzt werden und verspielen so den Vorteil der an sich sehr
biokompatiblen Keramik.
-
Kunststoff-Inlays
Da sie in glänzender Weise die Nachteile der Inlays (hohe Kosten) mit
denen der Kunststoffe (schlechtere Materialeigenschaften) vereinen,
halte ich diese Versorgungsform für ungeeignet. Sie werden
deshalb auch kaum angefertigt.
Weitere Informationen in der Patienteninformation
zum Thema Füllungsmaterialien (vom Server der KZBV
gespiegelt).
© Ihr Zahnarzt: Dr. Wolfgang Strickling
Markt 14, 45721 Haltern am See
Tel.: 0 23 64 / 16 99 97

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