Zahnarztpraxis

DR. MED. DENT. WOLFGANG STRICKLING

Glossar

der zahnmedizinischen Fachausdrücke

  • Amalgam
    Legierung aus Quecksilber und anderen Metallen.
    Silberamalgam wird seit vielen Jahren als zahnärztliches Füllungsmaterial verwendet. Siehe Extra-Info

  • Aphthe
    Eine spezielle und recht schmerzhafte Art von Zahnfleischerkrankungen. Heilt nach 7 - 10 Tagen auch ohne Hilfe ab.

  • Abszess
    Akute Vereiterung. Meist mit starker Schwellung, evtl. auch Fieber verbunden. Sofortmaßnahme: Kühlen! Möglichst bald einem Zahnarzt vorstellen.

  • Bakterien
    Eine Form von Mikroorganismen. Auslöser von Parodontitis und Karies.

  • Bleichung (Bleaching)
    Maßnahme zur Aufhellung der Zähne. Kann nicht durch Zahnpasten, sondern effektiv nur vom Zahnarzt durchgeführt werden. Wird von den gesetzlichen Krankenkassen jedoch nicht bezahlt. Siehe Extra-Info "schöne Zähne"

  • Brücke
    Festsitzender Zahnersatz zum Ersatz fehlender Zähne. Wird manchmal mit den herausnehmbaren Teilprothesen verwechselt. Siehe Extra-Info

  • Cofferdam
    Ein Spanngummituch, das über einen Zahn bei feuchtigkeitsempfindlichen Arbeiten gelegt wird. (z. B. bei Wurzelkanalbehandlungen, Kunststoffarbeiten oder Keramikinlays)

  • Cover-Denture
    Form der Totalprothese, wenn nur noch sehr wenige Zähne zur Verankerung herangezogen werden. Hält mittels Teleskopkronen. Siehe Extra-Info

  • Endodontie
    Die Wurzelbehandlung

  • Entzündung
    Abwehrreaktion des Körpers auf Mikroorganismen oder Verletzungen. Ist bei akuten Entzündungen meist mit Schmerzen, Rötung und Schwellung verbunden. Chronische Entzündungen können dagegen auch schmerzfrei verlaufen, sollten aber trotzdem behandelt werden!

  • Ernährung
    Falsche Ernährung ist die Hauptursache von Karies. Siehe Extra-Info

  • Festzuschuss
    Ab 2005 gilt für Zahnersatz nicht mehr die bisherige prozentuale Zuschussregelung. Statt dessen wird pro Krone oder Prothese eine festgelegte Summe, der sog. Festzuschuss bezahlt. Bei regelmäßig durchgeführten jährlichen Vorsorgeuntersuchungen in der Vergangenheit (5 oder 10 Jahre) wird der Festzuschuss um den sog. Bonus von 20% oder 30% erhöht.
    Mehr im Info "Was zahlen die Kassen?"

  • Flourid
    natürlicher Nahrungsbestandteil mit kariesvorbeugender Wirkung. Ist in Deutschland in zu geringer Form in der Nahrung enthalten, so dass man über fluoridiertes Kochsalz oder Flouridtabletten den Bedarf decken sollte. Gute Zahnpasten enthalten ebenfalls Fluorid. Siehe Extra-Info

  • Füllung
    Um ein "Loch" im Zahn zu verschließen, werden spezielle Füllungsmaterialien eingebracht. Man unterscheidet plastische Füllungsmaterialien, die im Munde aushärten von den Einlagefüllungen, die eingeklebt werden müssen. Siehe Extra-Info

  • Inlay
    eine Einlagefüllung (Gussfüllung) aus Gold, Keramik oder manchmal auch aus Kunststoff. Wird meist in einem zahntechnischen Labor wie festsitzender Zahnersatz über einen Abdruck hergestellt und in den Zahn eingeklebt. Vorteil: exzellente Haltbarkeit, Nachteil: hohe Kosten. Siehe Füllungs-Info

  • Implantat
    Eine künstliche Zahnwurzel, die in einer kleinen Operation in den Kiefer eingesetzt wird. Da gesetzliche Krankenkassen weder Implantate noch die weitere prothetische Versorgung bezahlen, ist es eine sehr teure Angelegenheit. Voraussetzung ist eine gute Allgemeingesundheit, perfekte Mundhygiene und vor allem ein ausreichend breiter Kiefer, damit die Implantate fest im Knochen einheilen können. Aber auch dann sind Abstoßungsreaktionen des Körpers nicht auszuschließen.

  • Karies
    Zahnfäule. Bakterien bilden mit Hilfe von Zucker zahnzerfressende Säuren, die letztlich ein "Loch" im Zahn bilden.
    Vorbeugung siehe Extra-Info

  • Kiefer
    Knochen, in dem die Zähne verankert sind. Der Oberkiefer ist fest mit dem Schädel verbunden, der Unterkiefer über das Kiefergelenk beweglich.

  • Kiefergelenk
    Verbindet den Unterkiefer mit dem Schädel. Brüche des Kiefergelenkes sollten schnell von einem Kieferchirurg behandelt werden. Chronische Kiefergelenkerkrankungen  (z. B. Gelenksknacken) sollte man seinem Zahnarzt vorstellen

  • Kieferorthopäde
    Er sorgt für korrekte Zahnstellung und Kieferwachstum. Im Gegensatz zu Orthopäden sind Kieferorthopäden jedoch nicht auf Kiefergelenkserkrankungen spezialisiert, letztere werden meist von den Allgemeinzahnärzten behandelt.

  • Kombinationsversorgung
    Ein Zahnersatz, der festsitzende Kronen und eine herausnehmbare Prothese kombiniert. Man bekommt durch die Kronen einen besseren Halt der Prothese, besseren Schutz der Ankerzähne und vermeidet unschöne Klammern. Häufigste Variante: Prothesen mit Teleskopkronen.
    Durch das Festzuschusssystem ab 2005 zahlen die Krankenkassen für viele Kombinationsversorgungen  nur noch einen erheblich geringeren Zuschuss als früher.

  • Krankenkasse
    Es gibt die gesetzlichen und private Krankenkassen.
    Die gesetzlichen Krankenkassen haben einen festgelegten und etwas reduzierten Leistungsumfang. Weitergehende Leistungen verursachen einen mehr oder weniger hohen Eigenanteil an Kosten.
    Die Leistungen privater Kassen hängen vom jeweiligen individuellen Vertrag ab. Allerdings werden mit zunehmendem Kostendruck auch hier Kürzungen vorgenommen. Es gibt auch private Zusatzversicherungen für gesetzlich versicherte Patienten.

  • Krone
    Wenn die natürliche Zahnkrone so weit beschädigt ist, dass sie durch eine Füllung nicht mehr zu erhalten ist, sollte man eine künstliche Krone herstellen, um den Zahn noch zu retten.
    Auch Brücken oder einige Teilprothesen halten sich über künstliche Kronen an belastbaren Zähnen fest. Ist meist mit Kosten für den Patienten verbunden. Siehe Extra-Info.

  • Mikroorganismen
    Bakterien, Pilze und Viren. Sie sind Auslöser der meisten Zahnerkrankungen

  • Modellgußprothese
    Art der herausmehmbaren Teilprothese, die sich mit Klammern oder Kronen (besonders Teleskopkronen) an noch festen Zähnen verankert. Siehe Extra-Info

  • Nachblutung
    vor allem nach Zahnextraktionen oder anderen chirurgischen Eingriffen. Grundregel: NIE spülen, sondern auf einen festen Tupfer oder ein fest aufgerolltes frisches Taschentuch beißen. Kommt die Blutung nicht nach einer halben bis dreiviertel Stunde zum Stillstand, sollte man seinen Zahnarzt oder ggf. den Notdienst kontaktieren!

  • Narkose
    Nicht zu verwechseln mit der üblicherweise beim Zahnarzt angewendeten örtlichen Betäubung (Lokalanästhesie).
    Eine Vollnarkose hat ein unangemessen hohes Komplikationsrisiko, so dass sie für Zahnbehandlungen im allgemeinen nur dann verwendet wird, wenn die örtliche Betäubung nicht angewendet werden kann (z. B. in der Behandlung geistig schwer behinderter Patienten). Diffizile zahnerhaltende oder prothetische Maßnahmen werden unter Vollnarkose im allgemeinen nicht gemacht, so dass die Behandlung sich oft auf umfangreiche Zahnextraktionen beschränkt.

  • Notdienst
    Manchmal wird es dringend: die Regelung in Haltern am See

  • Parodontitis
    Entzündung des Zahnhalteapparates ("Parodontose"). Ist meist mit blutenden Zahnfleischtaschen, Mundgeruch und evtl. Zahnlockerung verbunden. Ursache sind Zahnstein und Zahnbeläge.

  • Plaque
    weiche bakterielle Zahnbeläge, die man durch Putzen entfernen kann. Wenn sie verkalken, entsteht Zahnstein.
    Plaque ist die Hauptursache von Karies und Parodontitis.

  • Plombe
    Laienausdruck für Füllung

  • Prophylaxe
    Vorbeugung gegen Krankheiten. Siehe Extra-Info

  • Prothese
    herausnehmbarer Zahnersatz. Entweder als Totalprothese (Vollprothese) oder als Teilprothese, wenn im Kiefer noch feste Zähne vorhanden sind. Siehe Prothesen-Info

  • Pulpa
    Zahnmark oder der "Nerv" des Zahnes. Sie befindet sich im Zahninneren, dem Markraum oder Wurzelkanal. Wenn sie entzündet oder abgestorben ist, kann es sehr starke Zahnschmerzen geben. Man kann versuchen, den Zahn dann durch eine Wurzelkanalbehandlung zu erhalten.

  • Regelversorgung
    für Zahnersatz gibt es ab 2005 nur noch einen Festzuschuss auf eine relativ einfache Versorgung, die Regelversorgung. Diese beinhaltet z. B. nur Metallkauflächen an Backenzähnen, keinerlei keramische Verblendungen an hinteren Zähnen, herausnehmbare Prothesen bei mehr als viel fehlenden Zähnen pro Kiefer statt festsitzender Brücken. Zuschuss für Teleskopkronen gibt es praktisch nur noch auf Eckzähnen und nur dann, wenn dahinter ein Lücke gähnt.
    Wählt man eine andere, aufwändigere Versorgung, bekommt man nur den Festzuschuss für die jeweilige Regelversorgung von seiner gesetzlichen Krankenkasse. Man unterscheidet dann zwischen gleichartiger und andersartiger Versorgung. Bei letzterer muss der Patient den Kassenanteil vorstrecken und sich den Festzuschuss direkt von der Kasse auszahlen lassen.

  • Rezession
    entzündungsfreier Rückgang des Zahnfleisches. Mitursache ist oft eine falsche, zu kräftige Putztechnik. Nicht zu verwechseln mit Parodontitis. Siehe Extra-Info

  • Teilkrone
    zahnschonende Variante einer Krone, in der Regel aus Gold. Hier wird im Gegensatz zur Krone nur die Kaufläche des Zahnes bedeckt.

  • Teilprothese
    herausnehmbare Prothese, wenn noch feste Zähne im Kiefer sind. Verankerung an den Zähnen mit Kronen oder Klammern.
    Als dauerhafte Versorgung in Form der Modellgussprothese. Siehe Extra-Info

  • Teleskopkrone
    sehr gutes Verankerungselement für Modellgussprothesen. Es gibt sie mit und ohne Verbindungsfunktion (letzteres sind sog. Resilienzteleskope speziell für Cover-Dentures). Manche privaten Krankenkassen weigern sich, die Kosten für das Verbindungselement zu zahlen, auch wenn kein Resilienzteleskop angefertigt wurde. Siehe Extra-Info
    Durch die neuen Richtlinien zahlen gesetzliche Krankenkassen nur noch in wenigen Fällen einen Festzuschuss für Teleskopkronen.

  • Veneer
    Eine dünne keramische Schale, die zur Korrektur der Zahnform oder -stellung oder von Verfärbungen auf einen intakten Zahn aufgeklebt wird. Siehe Extra-Info

  • Verblendung
    Zahnfarbene Beschichtung von Metallkronen aus Keramik oder Kunststoff. Im Gegensatz zu Vollkeramikkronen in der Regel auf die sichtbare Seite eines Zahnes begrenzt. Siehe Extra-Info

  • Weisheitszahn
    Der letzte (achte) Zahn in der Zahnreihe. Sollte im Alter von 16 - 20 Jahren erscheinen. Wenn sie regelrecht in der Zahnreihe stehen, können sie meist belassen werden. Oft bleiben sie jedoch im Kiefer liegen oder erscheinen nur unvollständig, weil der Kiefer zu klein ist. Dann ist die Entfernung, bevorzugt im jungen Erwachsenenalter, dringend zu empfehlen.

  • Wurzelbehandlung
    Versuch der Zahnerhaltung, wenn die Zahnpulpa entzündet oder abgestorben ist. Leider führt sie nicht immer zum Erfolg. Dann ist eine Wurzelspitzenresektion oder schließlich das Ziehen des Zahnes meist nicht mehr zu umgehen. Eine Wurzelkanalbehandlung sollte wenn immer möglich unter Cofferdam gemacht werden.

  • Wurzelspitzenresektion
    wenn eine Wurzelkanalbehandlung nicht zum Erfolg führt, kann man eine entzündete Wurzelspitze chirurgisch unter örtlicher Betäubung entfernen. Leider ist auch dieses Verfahren nicht immer erfolgreich.

  • Zahn
    besteht aus der von außen sichtbaren Zahnkrone und der im Kiefer liegenden Zahnwurzel. Die Zahnkrone ist vom harten Zahnschmelz bedeckt, der Kern besteht aus dem knochenähnlichen Zahnbein (Dentin). Im Innern des Zahnes liegt das Zahnmark (Pulpa).

  • Zahnbürste
    das Wichtigste Hilfsmittel zur Mundhygiene neben Zahnseide und Zwischenraumbürsten. Die Art der Zahnpasta dagegen ist ziemlich unwichtig! Siehe Extra-Info

  • Zahnersatz
    kann festsitzender (Kronen und Brücken) oder herausnehmbarer (Prothesen) Ersatz fehlender oder zerstörter Zähne sein. Es gibt auch Kombinationen von festen und herausnehmbaren Elementen.
    Die Krankenkassen zahlen Zahnersatz meist nicht zu 100%, sondern geben einen sog. Festzuschuss.
    Die Anfertigung geschieht über einen Abdruck im zahntechnischen Labor. Siehe Extra-Info

  • Zahnschmerz
    kann man selten selbst behandeln. Ursache ist meist ein entzündetes oder abgestorbenes Zahnmark oder eine entzündete Zahnfleischtasche.

  • Zahnschmuck
    Ihr Zahnarzt kann schmerzfrei und unschädlich  Schmucksteine oder echten Goldschmuck auf Ihren Zähnen befestigen. Siehe Extra-Info

  • Zahnstein
    ist verkalkte Plaque und kann nur vom Zahnarzt entfernt werden.

  • Zahntechniker
    Er fertigt für den Zahnarzt den Zahnersatz nach einem Abdruck an. Der Anteil der Laborkosten an den Gesamtkosten eines Zahnersatzes macht oft deutlich mehr als 50 % aus. Siehe Extra-Info

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